#013 Malts of Scotland, The Dark Side of Islay, „MULINDRY“, 48,9%

Ich hatte letzte Woche über den deutschen unabhängigen Abfüller „Malts of Scotland“ berichtet und möchte euch heute eine weitere Serie vorstellen, die „The Dark Side of Islay“.MoS The Dar Side of Islay MULINDRY - 2

Diese Serie beschreibt Mythen, Geschichten, Sagen und Fabeln der schottischen Vergangenheit auf der Insel Islay – einige entsprechen nicht der Wahrheit und manche möchte man lieber nicht tiefer erforschen ;-).

Nach Scarabus und Octovulin erschien im Oktober 2018 die dritte Abfüllung dieser Serie, der „Mulindry“.

Dieser Blended Islay Malt ist über 22 Jahre alt und ist weder gefärbt noch kühlgefiltert. Über die Fasszusammensetzung kann ich leider nichts sagen. Insgesamt wurden 1.065 Flaschen für die Welt abgefüllt.

Farbe: toller einladender Bernstein

Aroma: Hui… Aufdringliche maritime salzige karamellige Süße. Ich geh grad im Discounter die Süßwarenabteilung entlang und assoziiere mit diesen bestimmten Karamellbonbons (Name wird nicht genannt ;-)), diese wurden anschließend in Meersalz getunkt und danach wieder mit würzigem Honig übergossen. Schöne angenehme und vor allem milde Nase. Je länger der Whisky atmen kann, desto fruchtiger, in Form von roten Beeren, wird er. Zum Schluss kommt noch eine tolle Kaffeenote (frisch gemahlen) und ein Spritzer Maggie auf.

Geschmack: Wahnsinnig süffig, die Süße strömt durch den kompletten Mundraum und dazu gesellt sich ne schöne holzige Bitterkeit. Dann kommen die Früchte, die jedoch das Maritime übernommen haben, denn das Karamell habe ich im Geschmack nicht. Zum Schluss kommt dann die Würze und ein tolles Röstaroma (Kaffee).

Abgang: schöner langer salziger holziger Abgang.

Fazit: Nach dem Octovulin ein weiterer toller Malt aus dieser Serie. Wahnsinnig komplex und super süffig.

Aaaaber… Preisleistung ist wieder so ne Sache. 175€ für diesen Blended Malt ist sehr ambitioniert und für mich persönlich zu teuer.

87/100 Punkte

In diesem Sinne

Vielen Dank fürs Lesen

Euer Erle

#011 Malts of Scotland, Images of Campbeltown „Lorne and Lowland Parish Church“, 51,1 %

Im Jahr 2005 entstand in Paderborn, durch den Whisky-Enthusiast Thomas Ewers, der wohl bekannteste und erfolgreichste deutsche unabhängige Abfüller „Malts of Scotland“ (MoS). Dies belegen mehrere Prämierungen als Abfüller für schottischen Whisky, sowie regelmäßige hochklassige Whiskys

Heute habe ich für euch den neuen „Images of Campbeltown – Lorne & Lowland Parish Church“.MoS Images of Campeltown - 1

Bei der Serie „Images“ handelt es sich um Abfüllungen, dessen Brennerei nicht preisgegeben wird, es sich um Einzelfassabfüllungen handelt und der Alkoholgehalt grundsätzlich 53,2% beträgt (soweit es das Fass möglich macht). Die Labels dieser Serie zieren immer den Namen der Region sowie ein besonderes Bauwerke oder Merkmal, was die Herkunft dieser Abfüllung ein wenig eingrenzen könnte.

Leider konnte ich nicht herausfinden, in welchem Fass oder Fässern dieser „Images“ reifen durfte. Insgesamt gibt es nur 115 Flaschen für die Welt.

FarbeMoS Images of Campeltown - 2: dunkles Bernstein

Aroma: Zu Beginn strömen schöne intensive würzige Sherrynoten (Rosinen und Nüsse) aus dem Glas. Mit der Zeit wird er immer fruchtiger, könnte eine saftige Orange sein. Und dazu gesellt sich noch eine sehr angenehme schokoladige Süßholznote.

Geschmack: Huch… Wo sind die 51,1%??? Schöne Sherrysüße mit einer dezenter Würze. Schönes öliges und cremiges Mundgefühl und dazu ist der Alkohol so toll eingebunden, dass es perfekt harmoniert. Was jetzt zum Schluß noch dazukommt, ist „Rittersport“ Nougatschokolade, richtig gut!!!

Abgang: Mittellang, mit einer schönen Bitterschokolade

Fazit: Eine richtig tolle Abfüllung aus Campbeltown die so rund und ohne Ecken und Kanten ist, dass er fast schon zu „rund“ ist. Toller Whisky, jedoch ohne Ecke und Kanten!

86/100 Punkte

In diesem Sinne

vielen Dank fürs Lesen

Euer Erle

(Beitrag erhält unbezahlte Werbung)

#008 Kilchoman Sauternes Cask Finish, Edition 2018, 50%

Heute habe ich für euch die Neuerscheinung der jüngsten Brennerei (2005 gegründet) auf der schottischen Insel Islay, den Kilchoman Sauternes Cask Finish Edition 2018.

Da gab es doch mal etwas Ähnliches oder? Richtig, im Jahr 2016 brachte Kilchoman schon einmal eine Abfüllung aus Sauternes-Fässern auf den Markt. Der Unterschied zur diesjährigen Abfüllung ist, dass es 20

Kilchoman Sauternes Finish 2018 - 3

16 eine Vollreifung in Sauternes-Casks war und dieses Jahr „nur“ gefinished wurde.

Für diesen Whisky wurden 2012 dreißig frische Ex-Bourbon-Fässer zur Reifung genutzt um später den Whisky in Sauternes-Fässern zu finishen. Wie lange das Finish andauerte ist nicht bekannt. 2018 wurde er abgefüllt (6 Jahre alt) und ist weder gefärbt noch kühlgefiltert. Insgesamt gibt es 10.000 Flaschen für die Welt.

Farbe: Schöner klarer Goldton

Kilchoman Sauternes Finish 2018 - 5

Aroma: kalter aschiger Rauch, der die 50% sehr gut einbindet und nicht unangenehm erscheinen lässt. Helle süße Trauben und ne angenehme Vanillenote. Zum Schluss kommt dann endlich das, was ich schon bei der alten Abfüllung hatte, salziges Karamell, jedoch nicht so kräftig, sondern nur ganz leicht im Hintergrund.

Geschmack: Wer jetzt dachte, dass erst der Rauch einem die Türe einrennt, der wartet vergebens. Zuerst ne tolle angenehme fruchtige Süße und dann erst kommt der kalte Ascherauch. Das Karamell ist im Geschmack deutlich präsenter als im Aroma, dafür fehlt die Salzigkeit und die weinige Note, die ich eigentlich gerne bei einem Sauternes-Finish gerne hätte.

Abgang: kurz-mittel und leider wird er am Gaumen dann etwas „seifig“

Fazit: Ich bin ein großer Freund des Fassmanagments von Kilchoman, aber hier hätte ich mir wieder ein Vollreifung gewünscht, um deutlichere Noten der Sauternes-Fässer zu bekommen. Ansonsten ein grund-solider Kilchoman.

83/100 Punkte

In diesem Sinne

Vielen Dank fürs Lesen

Euer Erle

#012 Glenrothes 13 Jahre „Halloween Edition“, 46,6%

Nachdem Glenrothes vor kurzer Zeit die komplette Standard-Range erneuerte, schafften sie es auch, eine Sonderedition, passend zum diesjährigen Halloween, auf den deutschen Markt zu bringen, den Glenrothes 13 Jahre „Halloween Edition“.IMG_1471

Die in der Speyside liegende und 1878 durch James Stuart gegründete Brennerei, destillierte den New Make für die Halloween-Edition am 31.10.2004 (Halloween) und füllten ihn einen Tag später in American Oak Sherry-Casks in denen er anschließend komplette 13 Jahre reifen durfte. Insgesamt schafften es 2.202 Flaschen ans Tageslicht.

Nur als kleine Randnotiz, die Brennerei liegt direkt neben einem Friedhof, was den Halloween-Charakter hier angeblich weiter ausschmücken sollte ;-).IMG_1480

Farbe: dunkler Goldton… Eines vorweg… Auch wenn es sich um eine Sherry-Vollreifung handelt, die Flasche ist leider gefärbt ;-).

Aroma: Richtig „aufdringliche“ Honigsüße zu Beginn, sehr cremig, riecht fast schon nach einem klassischen Honig-Met. Dazu gesellt sich eine leichte Vanillenote mit einer leichten Würzigkeit. Anfangs ist jedoch diese Honigsüße brutal präsent. Je länger er jedoch an der Luft ist, desto fruchtiger wird er und die Honigsüße tritt in den Hintergrund. Erinnert mich an einen schönen fruchtigen Vanillepudding. Eiche ist auch aufzufinden, jedoch wird sie ein wenig durch die Süße verdeckt.

Geschmack: Antritt ist schön würzig und kräftig. Der cremige Honig schwebt schön mit, also quasi ein pfeffriger Honig-Met. Cremiges Mundgefühl, wobei im Geschmack dann eher ne Frucht durchsticht, die mich an diese Pfirsichringe von Haribo erinnern (unbezahlte Werbung 😉 ).

Abgang: kurz-mittel… Leider etwas unspektakulär, hätte mir da etwas mehr gewünscht.

Fazit: Grundsolider Whisky aus dem Hause „The Glenrothes“. Was mich jedoch sehr positiv stimmt ist, das Glenrothes auf Altersangaben umschwenkt. Die 46,6% sind für die Halloween-Edition wunderbar, alles was drunter wäre, würden dem Whisky „schaden“. Ich bin gespannt, wie die neue Standard-Range ausfällt, die ich natürlich ebenfalls hier besprechen werde.

84/100 Punkte

In diesem Sinne

Vielen Dank fürs Lesen

Euer Erle

#007 Ardbeg „Twenty Something“ 22 Jahre, 46,4%

Ich hatte ja tatsächlich etwas länger überlegt, ob ich mich mit der Neuerscheinung des Ardbeg „Twenty Something“ 22 Jahre überhaupt beschäftigen sollte, doch das Interesse meinerseits war einfach zu groß, da ich die Vorgänger leider noch nicht im Glas hatte.Ardbeg Twenty Something 22 Jahre - 4

Die Brennerei Ardbeg liegt auf der schottischen „Whisky-Kult-Insel“ Islay und wurde 1815 gegründet. Nach mehreren Schließungen und Wiedereröffnungen wurde Ardbeg 2004 durch den Großkonzern Moët Hennessy Louis Vuitton (LVMH) aufgekauft.

Im Jahr 2016 startete die Serie „Twenty Something“ mit einer 21-jährigen Abfüllung, gefolgt von dem 23-jährigen im Jahr 2017. Warum jedoch dieses Jahr ein Rückschritt getätigt wurde und „nur“ noch ein 22-jähriger aufgelegt wurde, kann ich leider nicht beantworten. Für viele abschreckend, ist der Ausgabepreis von sage und schreibe 490€!!!

Viele schreien jetzt HYYYPE!!! und Andere wiederum wiederlegen es mit dem „Angebot/Nachfrage-Argument“. Für mich ist es ganz klar eine absolut übertriebene Preispolitik für diese Serie und ich spreche nur für diese Serie. Es geht nicht um die Ardbeg Twenty Something 22 Jahre - 1jährlichen NAS-Abfüllungen, dessen Preisentwicklung der Sekundärmarkt pulverisiert, sondern um diese Serie, die preislich so hoch angesetzt ist, dass es selbst auf dem Sekundärmarkt kaum mehr Platz für eine solche Entwicklung gibt :-).

Aber nun zur Abfüllung. Der Twenty Something 22 Jahre wurde im Frühling 1996 destilliert und am 18.07.2018 in die Flasche gefüllt. Reifen durfte er zu 100% in 1st Fill Bourbon Casks. Insgesamt gibt es 2.400 Flaschen weltweit

Ich habe, um es den meisten deutlich zu machen, einfach mal den Ardbeg Ten als Vergleichsobjekt benutzt, da ich davon ausgehe, dass diesen den meisten bekannt ist

Farbe: strohiges Gold und einen Tick dunkler als der TENArdbeg Twenty Something 22 Jahre - 6

Aroma: sehr dezenter Rauch, den man so von einem Ardbeg nicht erwarten würde. Man muss gar nicht lange hinter dem rauchigen Vorgang suchen und schon bekommt man eine Ladung Holz, gepaart mit sehr reifen Zitrusfrüchten. Lässt man ihm noch ein bisschen Zeit gehen die Zitrusfrüchte ins exotische über.

Geschmack: schöner typischer Ardbeg Ascherauch, jedoch sehr dezent und nicht so ein Klopper wie man ihn von Arbeg kennt. Viel Eiche die einen fast schon zu sehr dominieren kann, viele helle Früchte, die jedoch durch die viele Eiche nicht so präsent sind. Aber wo ist der Teer, Jod, Seetang und die vielen anderen klassischen Aromen? Ganz anders als man ihn kennt.

Abgang: Mittellang

Fazit: Wenn ich jetzt mal den Preis außer acht lasse, dann ist das eine tolle Ex-Bourbonfass-Reifung… Aber ganz ehrlich liebes Moët Hennessy-Ardbeg-Team, ist das euer Ernst? 490€?! Die tun selbst dem leidenschaftlichsten Sammler schmerzhaft weh… Dieser Preis steht für den Inhalt dieser Abfüllung in keinem Verhältnis. Der Eine schiebt es auf die limitierte Stückzahl und der Andere darauf, dass man hier den Geschmack der guten alten Zeiten an den Mann/Frau bringen möchte. Vielleicht passt man einfach die Preise wieder an die „gute alte Zeit“ an 😉 .

87/100 Punkte

In diesem Sinne

Danke fürs Lesen

Euer Erle

#005 SMWS 10.141 „Indulgence by th sea“, 59,5%

Wer sich bislang noch nicht mit „The Scotch Malt Whisky Society“ (SMWS) beschäftigt hat, der wird auch in meinem Blog hier keine großen Ausführungen über den wohl größten Whiskyclub der Welt lesen. Jedoch muss ich vorab sagen, dass ich bislang immer gute bis hervorragende Whiskys probieren durfte. IMG_1239

Der Ursprung dieses Clubs findet sich im Jahre 1983 wieder und wurde von mehreren Freunden in Edinburgh gegründet. Die SMWS bringt regelmäßig Single Cask Abfüllungen schottischer Brennereien auf den Markt, die immer in Fassstärke und weder gefärbt noch kühlgefiltert wurden. Um jedoch Abfüllungen des SMWS kaufen zu können, muss man eine Mitgliedschaft abschließen, die meiner Meinung nach nicht die günstigste ist.

Ich hatte das Glück, über einen tollen Kontakt der Whisky-Community, diese tolle Flasche ergattern zu können. Die Feis-Ile 2018-Abfüllung vom SMWS mit dem Code 10.141 (Bunnahabhain). Der Whisky wurde 2005 gebrannt und 2018 in die Flasche gefüllt (12 Jahre). Reifen durfte er in einem Refill Ex-Bourbon-Fass. ECHT JETZT!!! Ein Refill für ein Feis-Ile??? Das war mein erster Gedanke, denn ich erhoffte mir, dass für ein Feis-Ile-Festival etwas mehr aufgetischt wird, aber das ist meine persönliche Meinung. Insgesamt gibt es 174 Flaschen für die Welt.IMG_1238

Farbe: heller Goldton (was definitv zu einem Refill passt, jedoch ist der so hell, dass ich befürchte, dass es sich eventuell um ein 3rd-Fill handeln könnte).

Aroma: Der Alkoholgehalt von fast 60% ist kaum spürbar. Im ersten Moment kommt eine große Fracht schöner saftiger Zitrusfrüchte entgegengeschossen und dann eine deutliche Marzipan- mit einer tollen Süßholznote. Mir fehlt ein wenig der Bunna-Charakter, aber die Nase ist echt lecker.

Geschmack: Schöner dezenter Antritt mit einer tollen Würze, gefolgt von ner fast schon unangenehmen holzigen Bitterkeit, die zum Glück schnell wieder verschwindet. Denn dann kommen die vollreifen Früchte zum Vorschein. Schönes volles cremiges Mundgefühl, jedoch fehlen mir hier so ein wenig die klassischen Vanillearomen, die ich echt gerne in einer Ex-Bourbon-Reifung haben möchte.

Abgang: Mittellang mit ner leichten Bitterkeit

Fazit: Eine schöne Ex-Bourbon-Reifung, AAAAABER ;-)….. Ich hatte mir unter einer Feis-Ile-Abfüllung etwas mehr erhofft. Vielleicht ein 1st Fill Ex-Bourbon-Fass, um noch mehr Komplexität zu erreichen. Ansonsten ein guter solider Whisky, jedoch für mich dann doch etwas zu teuer, was wohl an SMWS und Feis Ile liegen wird ;-)!!!

83/100 Punkte

In diesem Sinne

Danke fürs Lesen

Euer Erle

 

 

#004 Octomore Edition 09.1, 59,1%

Wenn jemand heutzutage Octomore liest oder hört, dann verbindet man das sofort mit einem Torfmonster der Kult-Islay-Brennerei Bruichladdich. Was einige aber nicht wissen ist, dass Octomore im 19-Jahrhundert noch eine Whiskybrennerei war, die jedoch 1852 wieder geschlossen wurde. 2008 kamen Überlegungen auf, diese Brennerei wieder zum Leben zu erwecken, was jedoch nicht verwirklicht wurde. Wer weiß, was es ansonsten für interessante Whiskys gegeben hätte ;-)!

Im September 2018 war es dann so weit und es kam der erste Teil der 9. Edition auf den deutschen Markt, der Octomore διάλογος 9.1.

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Dieser durfte 100 % in 1st-Fill-Fässern aus amerikanischer Eiche reifen, die wie folgt aufgteilt waren:

– Ex-Jim-Beam (51 %)

– Ex-Jack-Daniels (26 %)

– Ex-Clermont (15 %)

– Ex-Old-Grand-Dad (8 %)

Der Whisky wurde 2012 gebrannt und kam 2018 (5 Jahre) in 42.000 Flaschen. Wie bislang alle Octomore wurden diese weder gefärbt noch kühlgefiltert und in Fassstärke abgefüllt.

Farbe: heller Goldton

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Aroma: Ich hatte keine Sekunde den Dram im Glas, stand schon ein intensiver speckiger Ascherauch in der Luft, so wie man es von Octomore kennt und gewohnt ist. Nach kurzer Zeit verfliegt der Rauch ein wenig und es kommt eine süße vanillige Weinnote durch. Kurz und knapp, kommen mit etwas Zeit, die klassischen Ex-Bourbon-Aromen ans Tageslicht. Schöne Vanille, leichte Zitrusnoten, zusammen mit dem typischen Ascherauch. Und zur Überraschung hatte ich dann noch eine Zimtnote, die ich so intensiv und deutlich selten in einem Whisky riechen konnte. Bin positiv überrascht.

Geschmack: Zu Beginn suchte ich ein wenig nach den 59,1% und plötzlich überrollten sie mich förmlich. Kräftiger Rauch, was auch sonst bei einem ppm-Gehalt von 156, aber nicht so extrem, dass es einen aus den Latschen haut. Tolle Bourbonnoten in Form von angenehmer Vanille und richtig tollen hellen Früchten. Mit Wasser wurde der Gute dann etwas lieblicher. Rauch war noch deutlich vorhanden, aber die Vanille und vor allem die Früchte wurden sehr dominant.

Abgang: Mittellang, jedoch „klebte“ der Rauch noch lange am Gaumen 🙂

Fazit: Also ehrlich gesagt, war ich bei der Fasszusammensetzung etwas skeptisch, aber im Nachhinein bin ich mal wieder positiv überrascht. Klar den typischen Octomore-Rauch liebt man oder kann damit gar nichts anfangen. Ich finde ihn klasse und das zusammen mit den Ex-Bourbonfässern macht die Sache angenehm rund und ist ein toller Einstieg in die 9. Serie.

85/100

In diesem Sinne

Danke fürs Lesen

Euer Erle