#019 Bowmore 19 Jahre, French Oak Barrique -exclusive for Amazon-, 48,9%

Moin Moin ihr Lieben,

nachdem die Weihnachteszeit überstanden ist, möchte ich euch heute einen 19-jährigen Bowmore vorstellen, der die komplette Zeit fränzösischen Barriquefässern reifen durfte. Die „Besonderheit“ an dieser Abfüllung ist, dass dieser Whisky für den Weltkonzern „Amazon“ gebottled wurde. IMG_1504

Was soll ich jetzt davon halten, dass Amazon nun auch in dieses Fahrwasser grätscht? Ich möchte mich hier nicht über die Machenschafften oder die Preispolitik dieses Unternehmens äußern, ich denke, dass darüber schon sehr viel in den sozialen Netzwerken diskutiert wurde. Jedoch beunruhigt mich es irgendwie, dass Amazon jetzt auch mit exclusive bottlings ankommt :-/!!

Bowmore ist die älteste Brennerei der schottischen Insel Islay und wurde 1779 von David Simson gegründet. Aktuell gehört Bowmore zum größten japanischen Spirituosengroßkonzern Suntory.

Ich persönlich stehe mit Bowmore irgendwie auf Kriegsfuß. Bis auf den alten 15er „The Darkest“, traf Bowmore nicht so richtig meinen Geschmack.

Wie oben schon geschrieben, durfte dieser Bowmore 19 Jahre in französischen Rotweinfässern lagern. Hierbei handelten es sich um Fässer des Château Lagrange, einem Weingut aus Bordeaux. Und wen wundert es, das Weingut gehört ebenfalls seit 1983 zum Suntory-Konzern ;-)!! Der Whisky ist leider gefärbt und auch kühlgefiltert. Das ist leider etwas, was mich ein wenig „stört“. Insgesamt stehen 4.500 Flaschen zur Verfügung.IMG_1491

Farbe: Dunkles Gold mit leichtem Rotstich

Aroma: Wahnsinnig fruchtig in Form von roten Beeren (Himbeeren und reifen Johannisbeeren) und sehr sehr reifen roten Trauben. Mit der Zeit kommt eine leichte Leder-, Tabak- und Rauchnote dazu die mit leichtem Süßholz abgerundet wird. Sehr fruchtiges Aroma, die sehr schön das Fass wiederspiegeln.

Geschmack: die 48,9% Alkohol kommen mir gleich zu Beginn sehr präsent vor, fast schon aufgesetzt. Im Geschmack kommen dann die Beeren und leichter Rauch zwar gut zur Geltung, jedoch immer gepaart mit einer aufgesetzten Alkoholnote. Der Geschmack verliert meiner Meinung nach deutlich gegenüber des Aromas und wirkt im Gesamten sehr unrund, leider.

Abgang: schöne leicht speckige Rauchnote und einen Tick Holz.

Fazit: Leider enttäuscht mich ein Bowmore erneut. Dieser wirkte im Geschmack unrund und brachte das Aroma in der Nase nicht auf die Zunge. Vielleicht habe ich mit Bowmore einfach kein Glück ;-)!

80/100 Punkte

In diesem Sinne

vielen Dank fürs Lesen

Euer Erle

 

# 018 Bunnahabhain 10 Jahre „HILDA“, The Stillman´s DE, 55,5%

Moin Moin Ihr Lieben,

Heute stelle ich euch einen weiteren „Bunna“ vor, von dem mir bislang unbekannten Unabhängigen Abfüller „The Stillman´s DE“.IMG_1451

Bei „The Stillman´s DE“ handelt es sich um die beiden Freunde Mario Besoke (Markranstädt) und Daniel Kissling (Schweiz), die aus einer kleinen Sammelleidenschaft diesen unabhängigen Abfüller kreeiert haben. Spezialisiert haben sich die Beiden auf Singl Cask Abfüllungen, welche ausschließlich für den Schweizer Markt abgefüllt werden.

Dieser Bunnahabhain reifte für 10 Jahre in einem Bourbon Hogshead und wurde in Fassstärke mit 55,5% abgefüllt. Dieser Whisky ist weder gefärbt noch kühlgefiltert. Für den Markt stehen insgesamt 180 Flaschen zur Verfügung.

Farbe: helles strohiges Gold

Aroma: Den Alkohol und das Fass kann dieser Whisky definitiv nicht leugnen. Der Alkohol ist sehr präsent und der Beginn machte eine angenehme Vanille gepaart mit grasigen und heuigen Noten die jedoch von einer, für meinen Geschmack, unangenehmen sauren Bitterkeit (Birnenschale oder eventuell Grapefruit)  abgelöst werden. Leichte Eichenholznoten sind ebenfalls bemerkbar.

Geschmack: Starker würziger Antritt mit einer schönen getreidigen Süße, die jedoch auch hier von dieser sauren Bitterkeit abgelöst wird, die mir leider nicht gefällt. Hintenraus kommt dann noch eine gewisse Fruchtigkeit durch, die mich an grüne saftige Äpfel erinnert.

Abgang: mittellang, auch hier eine Bitterkeit, die aber eher holzig und nicht ganz so bitter, wie im Aroma bzw. Geschmack ist.

Fazit: Oh je Oh je, ein Bunna, der mir leider nicht so gut schmeckt wie ich mir erhoffte. Diese saure Bitterkeit ist leider gar nicht mein Fall und die ist für mich dann doch zu präsent. Für knapp 100€ dann auch viel zu teuer.

79/100 Punkte

In diesem Sinne

vielen Dank fürs Lesen

Euer Erle