#015 St. Kilian Batch No.6, „Bourbon meets Sauternes“, 44,9%

Moin Moin ihr Lieben…

Heute möchte ich euch das Batch No. 6 der deutschen Brennerei St. Kilian vorstellen.IMG_1523

St. Kilian Distillers ist eine deutsche Single Malt Whisky Destillerie aus dem beschaulichen Rüdenau, ca. eine Autostunde von Frankfurt am Main entfernt. Seit dem März 2016 entsteht und reift dort der erste St. Kilian Whisky nach schottischem Vorbild.

Um die Wartezeit auf den ersten „richtigen“ Single Malt zu verschönern, werden in regelmäßigen Abständen die sogenannten St. Kilian Batches auf den Markt gebracht, um vorab dem Kunden aufzuzeigen, wohin die Reise gehen wird. Für mich persönlich ist das eine tolle und sinnvolle Sache und verfolge den Werdegang von St. Kilian von Beginn an.

Beim Batch No.6 handelt es sich um einen fassgelagerten Malzbrand, der für mindestens 21 Monaten reifen durfte. Die Fasszusammensetzung sieht wiefolgt aus:

  • „Turf Dog“ (54ppm), „Turf Beast“ (92 ppm) und ungetorfer New Make destilliert im Jahr 2016
  • Ex-Bourbon Barrels (195 Liter)
  • Ex-Bourbon Quater Cask (55 Liter)
  • drei Französische Sauternes-Weißweinfässer (225 Liter)

Insgesamt wurden 5.200 Flaschen abgefüllt.IMG_1534

Farbe: Gold

Aroma: Als erstes kommt eine schöne aschige Rauchnote zum Vorschein. Im Vergleich zum Batch No. 4 ist diese hier deutlich kräftiger und präsenter. Was mir jetzt schon bei fast allen auffällt richtig gut gefällt,  ist diese hellfruchtige Note (grüner Apfel), die mich irgendwie immer an einen Glenfiddich erinnert. Soll jetzt nicht despektierlich klingen, ganz im Gegenteil ;-)!!! Es kommt noch ne angenehme Malz- und Getreidnote hinzu gepaart mit dieser schönen Süße der Sauternes-Fässer, erinnert ein wenig an gezuckerte Cornflakes. Holz bzw. Eiche habe ich hier keine, aber das kann man bei der kurzen Reifezeit auch noch nicht wirklich erwarten.

Geschmack: Klar, der Rauch ist deutlich im Vordergrund und schön angenehm aschig. Nachdem man sich ein wenig durch den Rauch durchgetankt hat, kommen die Cornflakes und die Hellfruchtigkeit durch, die mich jetzt aber doch eher an eine Birne erinnert. Zum Schluß, und das finde ich das Beste an diesem Batch, drückt dann diese Weißweinsüße durch die perfekt das Ganze abrundet.

Abgang: Kurz und schmerzlos… Klar der Rauch ist auch hier noch länger spürbar, aber mehr auch nicht, bei 21 Monaten aber auch klar.

Fazit: Wie ich schon gesagt habe, bin ich ein großer Freund dieser Brennerei und verfolge den Werdegang unheimlich gerne. Wie die anderen Batches auch, finde ich diesen hier sehr gelungen und freue mich, wenn die ersten Whiskys den Weg in die Shops finden. Man darf natürlich nicht die große Komplexität erwarten, dafür ist er noch viel zu jung. Aber was die Jungs mit der Auswahl der Fässer und in dieser kurzen Reifezeit auf die Beine stellen ist sehr beeindruckend. Leider wohne ich knapp 500km weg, was mir einen Besuch der Brennerei etwas erschwert, mal schauen, wann ich es mal schaffe.

81/100 Punkte

In diesem Sinne

Vielen Dank fürs Lesen

Euer Erle

 

 

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