#010 Octomore Edition 9.3, 62,9%

Nachdem ich vor wenigen Tagen positiv überrascht vom Octomore 9.1 war, freue ich mich heute umso mehr auf eine weitere Abfüllung aus der 9. Edition, den Octomore 9.3.

Das Besondere hier ist, dass für den Whisky 100% Islay-Gerste der angrenzenden Octomore-Farm verwendet wurde, in Fassstärke und ohne Kühlfiltrierung und mit einem für Octomore-Verhältnisse „geringen“ ppm-Wert von 133 abgefüllt wurde. Insgesamt stehen der Welt 18.000 Flaschen zur Verfügung.

Octomore 9.3 - 1

Der Gute durfte in folgenden Fässern reifen:

  • Full-Term-Reifung in Ex-American-Whiskey und französischen Weinfässern
  • 1st-Fill-Ex-American (25 %)
  • 3rd-Fill-Virgin-Oak (25 %)
  • 2nd-Fill-Ex-Rivesaltes (20 %)
  • 2nd-Fill- Ex-Syrah (20 %)
  • 2nd-Fill-Bourbon (10 %)

Farbe: schönes klassisches Gold

Aroma: Mein erster Gedanke war: Frühstückspause mit angebratenem Speck (und ich liebe Speck zum Frühstück) in einem Sägewerk. Also speckiger Rauch und viel Holz. Wenn man sich dann etwas durch diesen tollen Geruch durchgekämpft hat, trifft man auf eine tolle vielschichtige weinige Süße mit braunem Zucker und ganz vielen hellen und exotischen Früchten. Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich da jedes aufgeführte Fass herausrieche, aber man spürt, dass es mehrere Fässer waren, die hierfür benutzt wurden. Was ich hier noch enorm auffällig finde ist, dass durch die Süße der Alkohl fast komplett verdeckt bleibt und kaum spürbar ist. Ich hatte es beim 9.1 schon geschrieben, dass ist ein Aroma nach meinem Geschmack!

Geschmack: wer jetzt denkt, dass sich da der Aschenbecher ausbreitet, wird eher „enttäuscht“ sein. Klar, der Rauch ist da, jedoch eher aschig als speckig. Alkohol ist jetzt deutlich spürbarer als in der Nase. Was man gleich sagen kann, er ist deutlich vielschichtiger als der 9.1. Die exotischen Früchte kommen richtig gut durch, die mit ner angenehmen Vanillenote begleitet werden. Und ganz zum Schluss kommt für mich ein Highlight auf. Mango, Mango, Mango, die man auf einen abgekühlten Holzkohlegrill legte. Weltklasse!!!

Abgang: Lang und trocken und wie bei fast allen Octomore ist dieser aschige Rauch sehr lange spürbar.

Fazit: Für mich seit langem wieder einer der besten Octomore und ein weiteres Meisterstück, der sehr nahe an meinen Liebling den 6.3 heran kommt. Abzug gibt es für mich lediglich wie immer im Preis, denn der ist für einen 5-jährigen Whisky mit 170-180€ schon sehr ambitioniert. Ob der PPM-Gehalt, die Optik und das Marketing diesen Preis rechtfertigen sei mal dahingestellt 😉

89/100 Punkte

In diesem Sinne

Vielen Dank fürs Lesen

Euer Erle

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