#004 Octomore Edition 09.1, 59,1%

Wenn jemand heutzutage Octomore liest oder hört, dann verbindet man das sofort mit einem Torfmonster der Kult-Islay-Brennerei Bruichladdich. Was einige aber nicht wissen ist, dass Octomore im 19-Jahrhundert noch eine Whiskybrennerei war, die jedoch 1852 wieder geschlossen wurde. 2008 kamen Überlegungen auf, diese Brennerei wieder zum Leben zu erwecken, was jedoch nicht verwirklicht wurde. Wer weiß, was es ansonsten für interessante Whiskys gegeben hätte ;-)!

Im September 2018 war es dann so weit und es kam der erste Teil der 9. Edition auf den deutschen Markt, der Octomore διάλογος 9.1.

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Dieser durfte 100 % in 1st-Fill-Fässern aus amerikanischer Eiche reifen, die wie folgt aufgteilt waren:

– Ex-Jim-Beam (51 %)

– Ex-Jack-Daniels (26 %)

– Ex-Clermont (15 %)

– Ex-Old-Grand-Dad (8 %)

Der Whisky wurde 2012 gebrannt und kam 2018 (5 Jahre) in 42.000 Flaschen. Wie bislang alle Octomore wurden diese weder gefärbt noch kühlgefiltert und in Fassstärke abgefüllt.

Farbe: heller Goldton

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Aroma: Ich hatte keine Sekunde den Dram im Glas, stand schon ein intensiver speckiger Ascherauch in der Luft, so wie man es von Octomore kennt und gewohnt ist. Nach kurzer Zeit verfliegt der Rauch ein wenig und es kommt eine süße vanillige Weinnote durch. Kurz und knapp, kommen mit etwas Zeit, die klassischen Ex-Bourbon-Aromen ans Tageslicht. Schöne Vanille, leichte Zitrusnoten, zusammen mit dem typischen Ascherauch. Und zur Überraschung hatte ich dann noch eine Zimtnote, die ich so intensiv und deutlich selten in einem Whisky riechen konnte. Bin positiv überrascht.

Geschmack: Zu Beginn suchte ich ein wenig nach den 59,1% und plötzlich überrollten sie mich förmlich. Kräftiger Rauch, was auch sonst bei einem ppm-Gehalt von 156, aber nicht so extrem, dass es einen aus den Latschen haut. Tolle Bourbonnoten in Form von angenehmer Vanille und richtig tollen hellen Früchten. Mit Wasser wurde der Gute dann etwas lieblicher. Rauch war noch deutlich vorhanden, aber die Vanille und vor allem die Früchte wurden sehr dominant.

Abgang: Mittellang, jedoch „klebte“ der Rauch noch lange am Gaumen 🙂

Fazit: Also ehrlich gesagt, war ich bei der Fasszusammensetzung etwas skeptisch, aber im Nachhinein bin ich mal wieder positiv überrascht. Klar den typischen Octomore-Rauch liebt man oder kann damit gar nichts anfangen. Ich finde ihn klasse und das zusammen mit den Ex-Bourbonfässern macht die Sache angenehm rund und ist ein toller Einstieg in die 9. Serie.

85/100

In diesem Sinne

Danke fürs Lesen

Euer Erle

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